Der Brauch, dass nach der standesamtlichen oder kirchlichen Trauung Kinder Blumen streuen, ist schon sehr alt und erfreut sich immer noch größter Beliebtheit. Meist werden dafür die Kinder der Verwandten gefragt, beziehungsweise die Eltern der Kinder, wenn diese noch sehr klein sind. Natürlich können auch die Kinder des Brautpaares als Blumenkinder fungieren, sofern das Paar bereits Kinder mit in die Ehe bringt.
Als Blüten, die von den Blumenkinder gestreut werden, kommen verschiedene in Betracht. Meist entscheiden sich die Brautleute für Rosenblüten. In der Regel wird sich daran orientiert, welche Blüten zum Schmuck der gesamten Hochzeit in Frage kommen. Werden also zum Beispiel die Tische mit Lilien geschmückt, so werden meist als Streublüten auch Lilien genommen. Hier ist eine Absprache mit dem Floristen, der den Blumenschmuck für die Hochzeit stellt, ratsam. Es kann manchmal sogar sein, dass die Blüten zu einem sehr geringen Kaufpreis gestellt werden, wenn es sich dabei um Blüten handelt, die vom Vortag sind und für Sträuße nicht mehr in Frage kämen. Jeder Florist hat dafür aber andere Konditionen und ein Vergleich der Angebote ist ratsam.
Die Blumenkinder benötigen natürlich spezielle Kleidung. Sind mehrere Blumenkinder im Einsatz, so sollten diese einheitlich gekleidet sein. Für Mädchen gilt, dass sie ein Kleid tragen sollten, das sich am Kleid der Braut orientiert, dieses aber nicht kopiert. Alles Mädchen sollten ein ähnliches Kleid tragen. Für Jungen gilt ebenfalls, dass sie Hemd und Hose tragen sollten, sie orientieren sich natürlich am Bräutigam. Hübsch ist es, wenn die Blumenkinder - Jungen einen kompletten Anzug tragen, mit der passenden Krawatte natürlich.
Zum Streuen der Blüten bekommen die Blumenkinder kleine Körbchen in die Hand, die mit den Blüten gefüllt sind. Das heißt, für Mädchen gibt es Körbchen, für Jungen sind eher kleine Hörner üblich. Darin sind die Blüten gut gelagert und können von den Kindern leicht herausgenommen werden. Für sehr kleine Kinder, die Blumenkinder werden sollen, gilt, dass sie die gesamte Prozedur einige Male üben sollten. Hilfreich kann es auch sein, wenn die Eltern der Kinder oder zumindest Bezugspersonen bei der eigentlichen Feierlichkeit mit anwesend sind und den Weg der Kinder mit abschreiten.